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Überprüfung | Gebrochener Verstand

Was ist mit Laura Palmer passiert, ich meine, Laura Campbell? Das Verschwinden dieses jungen Mädchens steht im Mittelpunkt dieses seltsamen, handgezeichneten Horror-Abenteuers aus der Ego-Perspektive, einem Spiel, in dem das Gameplay ständig aufgemischt wird. Hier ist unsere Rezension zu Broken Mind auf Xbox Series X!

Wolfenstein 3D-ähnliche Korridore, aber voller Atmosphäre und gruseliger Bilder. Wir graben das!

Tritt in die Welt

Die Eröffnungssequenz des Spiels ist eine Art Flash-Forward, die einige der späteren Gefahren und Gameplay-Elemente vorwegnimmt, denen der Spieler während des Abenteuers begegnen wird. Wir schlüpfen in die Rolle von Agent Frank Morgan und versuchen herauszufinden, was mit der 15-jährigen Laura passiert ist, die in einer regnerischen Nacht auf mysteriöse Weise aus ihrem Haus verschwunden ist. Wie so oft bei Horror-Videospielen muss sich unser Protagonist jedoch auch seinen inneren Dämonen stellen, da ihn vergangene Traumata und zerbrochene Beziehungen genauso plagen wie dieser dringende Fall.

Hier müssen die Spieler versuchen, den ziemlich klobigen Kampf von Broken Mind in den Griff zu bekommen. Frank kann für niedrige bzw. hohe Angriffe treten oder schlagen, mit abwechselnden Blocks und Ausweichmanövern, die seine Ausdauer verringern. Das mag zwar etwas zu Dark Souls-artig klingen, aber seine Systeme sind viel einfacher und ehrlich gesagt manchmal ziemlich widerlich. Spielerangriffe werden nur aus lächerlich kurzer Entfernung verbunden, während der Kunststil des Spiels es schwierig macht, richtig einzuschätzen, was eine gültige Entfernung für einen Angriff darstellt. Zum Glück gibt das Spiel dem Spieler eine Waffe, aber es kommt selten vor, dass man mehr als eine Handvoll Kugeln hat, was es schwierig macht, sich konsequent darauf zu verlassen. An einer Stelle kommt auch ein Messer ins Spiel, aber ich hätte lieber immer die Pistole mit mehr Munition gehabt.

Ein Geistesblitz

Apropos Kunststil von Broken Mind: Das Spiel entscheidet sich für handgezeichnete 2D-Modelle für die meisten Feinde (von Menschen bis hin zu übernatürlichen Monstern) und Schlüsselgegenständen in der Welt, in flachen, rechteckigen Dungeons, die Häuser, Parks, Krankenhäuser und andere Orte darstellen, die Frank braucht durchkommen. Der visuelle Stil erinnert an Flash-Animationen aus den 2000er Jahren, und die Qualität der Zeichnungen reicht von interessant stilisiert bis ziemlich sperrig. Die absichtlich blockige Animation passt gut zur Präsentation, ebenso wie die meisten Zwischensequenzen, die überraschend filmisch sind. Die Sprachausgabe lässt allerdings zu wünschen übrig.

Rätsel spielen eine noch größere Rolle als Kämpfe, da fast jeder Fortschrittsschritt hinter einer Reihe von Rätseln steckt, die aus dem Buch der gängigen Tropen herausgerissen zu sein scheinen. Beispiele sind das Finden von Schlüsseln, das Auffinden von Passwörtern, das Anschließen von Kabeln in einem gitterbasierten Minispiel und so weiter. Am nervigsten an diesen Rätseln ist, dass die Spieler normalerweise zwischen praktisch identischen Orten hin und her rennen und jede Ecke überprüfen müssen, da ein Schlüsselelement möglicherweise unter einem Möbelstück oder auf einem kaum wahrnehmbaren Objekt versteckt ist. Um eine einzelne Tür zu öffnen, muss der Spieler oft 3-4 verschiedene, aber formelhafte Denksportaufgaben lösen.

Voller Schrecken, aber nicht alle beabsichtigt

Der Kampf ist für den größten Teil des Spiels überraschend spärlich, was angesichts seiner relativ schlechten Ausführung keine schlechte Sache ist. Eine Sache, die das Spiel auszeichnet, ist jedoch, dass es eine anständige Vielfalt an Szenarien bietet. Fast jedes Kapitel des Spiels versetzt den Spieler in sehr unterschiedliche Situationen und manchmal sogar in unterschiedliche Charaktere.

Im Laufe der Kapitel werden die Dinge immer dunkler und übernatürlicher, aber ich werde keine Überraschung verderben. Leider werden Rätsel auch langweiliger und Kämpfe neigen dazu, zu nerven, insbesondere weil das Scheitern einer Sequenz den Spieler an den Anfang eines Kapitels zurückwirft, was in einigen Fällen 15-20 Minuten früher sein kann. In einem Fall habe ich einen erheblichen Fortschritt verloren, weil die schlechte Kollisionserkennung des Spiels es mir ermöglichte, in einem Busch stecken zu bleiben. Es gibt verschiedene Schwierigkeitseinstellungen, die den Kampf weniger beunruhigend machen können, aber die anderen Mängel des Spiels bleiben bestehen. Kurz gesagt, Broken Mind kann manchmal eine faszinierende Erfahrung mit einigen interessanten Story-Beats und merkwürdigen spielbaren Segmenten sein, aber es wird leider durch formelhafte Rätsel, schwerfällige Kämpfe und ungleichmäßigen technischen Glanz behindert. Das Spiel ist immer noch einen Versuch wert für diejenigen, die nach besonderen Horrorspielen suchen.

Bewertet amXbox Series X
Verfügbar aufXbox Series X|S, Xbox One, PlayStation 4, PlayStation 5, Nintendo Switch
Release Date21st Juni 2022
Entwickler:in / Unternehmen2SCHLECHTE SPIELE
Publisher2SCHLECHTE SPIELE
bewertetESRB M für Erwachsene, PEGI 16



Gebrochener Verstand

9.99 EUR | 9,99 USD | 8.39 €
6.6

Score

6.6 / 10

Vorteile

  • Eigenartige Optik
  • Fast jedes Kapitel ist einzigartig
  • Solides Rätsel

Nachteile

  • Klobiger Kampf
  • Verschiedene Störungen
  • Keine Kontrollpunkte
  • Vorhersehbare, aber komplizierte Rätsel

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